Zeugnis für Jesus Christus

Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet. Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit. Epheser 4,22-24 (Mein Taufspruch)


Hi und Hallo! Diese kleine Seite richtet sich an wiedergeborene Christen zum Zeugnis über meine Bekehrung als Schwuler. Es soll mir aber echt nicht um mich gehen, sondern darum, wie der eine lebendige Gott gewirkt hat bei einem Menschen von Milliarden. Diese Seite ist nichts Professionelles, sondern rein privat. Lange habe ich gewartet und vor Gott geprüft, ob ich sie online stellen soll, denn welchen Nutzen kann eine solche Seite denn schon haben und man geht ja auch mit "privat heiklen Dingen" an die Öffentlichkeit. Am Ende hoffe ich, daß ich für bekehrte Christen tatsächlich ein wenig nützlich sein kann, denn in der westlichen Christenheit ziehen (leider, leider) mit jedem Jahr mehr Unglaube, Opposition gegen den HERRN, Irrlehren, Beliebigkeit und Lauheit in unsere Kirchen und Gemeinden ein, daß inzwischen homosexuelle Paare ganz offen an vielen Orten unter dem Kreuz Christi heiraten dürfen unter großem Beifall der Öffentlichkeit. Das, aber nicht nur das, ist, finde ich, der große Abfall vom Glauben. Ich möchte ein (wenn auch sehr leichtes) Gegengewicht dazu sein.

Ich heiße also Chris und empfinde schwul, denn schon mit knapp 12 Jahren habe ich gemerkt, daß ich anders empfinde als die anderen Jungen in meinem Alter. Während sie anfingen, mit dem Beginn der Pubertät ihre sexuelle Identität zu entdecken und sich für Mädchen zu interessieren, fühlte ich mich auf eine seltsame Art und Weise zu Jungen hingezogen.



Ich war anders als alle anderen

Es dauerte nach dem Wechsel von der Grundschule auf eine Gesamtschule im Jahr 1990 nicht lange, bis ich erfahren mußte, was es heißen kann, anders zu sein als alle anderen. Vor allem Mitschüler mit Migrationshintergrund wurden mir gegenüber zunehmend aggressiv und ablehnend. Ich wurde immer häufiger gehänselt, ausgegrenzt und terrorisiert bis hin zur Schutzgelderpressung gegen mich ("Wenn du morgen kein Geld mitbringst, gibt's Schläge"). Ich war einfach nicht der "klassische Junge", sondern eher schüchtern und "mädchenhaft". Schließlich fielen mir gegenüber zum ersten Mal Worte, von denen ich heute glaube, daß sie nicht haßerfüllter und verächtlicher sein könnten: "Du Schwuchtel!".

Auch in meiner Familie hatte ich keinen Rückhalt. Mein Vater war ein cholerischer und dominanter Mann, der oft Alkohol trank und bei seinen Wutausbrüchen nicht selten Teile der Wohnungseinrichtung kaputt schlug. Ich erinnere mich noch gut daran: Mit 14 Jahren stand ich abends vor meinem Vater, der mir vollgesoffen und mit trüben Augen die Frage stellte, ob ich schwul sei. Ich zitterte damals am ganzen Körper, hatte Angst und wußte, wenn ich jetzt "Ja" sage, schmettert er meinen Kopf gegen die Wand.


Ich war kein "glücklicher Homo"

In den Folgejahren lebte ich meine Homosexualität trotzdem offen aus. Als ich älter wurde, verliebte ich mich in diesen oder jenen Mann, hatte Beziehungen und interessierte mich für die Schwulenbewegung (politisch wie viele Homosexuelle heute war ich jedoch nicht, das kam erst später). Doch innerlich haderte ich mit dieser Neigung, ohne es näher begreifen oder gedanklich fassen zu können, denn ein wiedergeborener Christ war ich ja noch nicht. Ich war nicht einer dieser "bunten, glücklichen Homos", die man heute in den Medien sieht und die man auch damals schon in Filmen und in der Kunst- und Musikszene sah.

Mit der Zeit wurde ich depressiv. Die Jahre kamen und gingen. Ich hatte ein total verdrehtes Leben voller Lügen, Störungen, Unzulänglichkeiten, Widrigkeiten und übelster Dinge. Ich wußte nicht mehr, wer ich bin, wohin ich gehöre und welchen Sinn mein Leben hat. Ich wollte meinem Leben ein Ende setzen. Alkoholisiert und mit einer Überdosis Schmerztabletten wurde ich auf die Intensivstation eines Krankenhauses eingeliefert. Anschließend kam ich für drei Monate in die Psychiatrie. Es war eine schwere Zeit, eine Zeit, in der ich nicht zu einer Ermutigung oder einer Klarheit in dieser Sache gekommen bin, so daß ich die Folgejahre immer wieder seelisch zu leiden hatte.


Gott hat mich eingeladen

Eines Abends, als ich mal wieder seelisch umdunkelt war, fiel mir eine grüne Gideon-Bibel im Bücherregal auf. Ich hatte diese Bibel bestimmt seit 8 oder 9 Jahren, ohne jemals in ihr gelesen zu haben. Eine Freundin hatte sie mir Ende der 1990er Jahre geschenkt. Jetzt nahm ich diese Bibel und las, ohne eine große Erwartung zu haben, mal hier einen Satz, mal da eine Stelle – bis ich auf eine "Einladung" stieß, die mein Leben völlig veränderte: "Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben. Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen; denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht". (Matthäus 11,28-30).

Ich ging spontan auf die Knie und betete das erste Mal in meinem Leben. Es war kein großes Gebet, kein gekonntes oder sprachgewaltiges Gebet. Es war ein ganz einfaches und unspektakuläres Gebet. Ich fragte Gott, ob er in mein Leben kommen wolle. Von da an wußte ich: Gott ist da – und Er hat mich eingeladen!


Ich war ein Sünder ohne die Möglichkeit, die Sünde abzulegen

Später stieß ich natürlich auch auf jene Stellen in der Bibel, die homosexuellen Geschlechtsverkehr verurteilen. Dort las ich im Alten Testament, daß damals vor vielen Jahrtausenden die Todesstrafe auf Homosexualität stand. Es warf mich erst mal aus der Bahn, in vielerlei Hinsicht ein Sünder zu sein und zudem eine Neigung zu haben, die – wenn man sie auslebt – nicht gottgefällig ist. Aber wir Homosexuelle sind mit unserer sündigen Neigung geradezu verwachsen. Bei unserer Sündhaftigkeit handelt es sich nicht um etwas, was man einmal tut und das man dann vor Gott bekennen kann, um es fortan nicht mehr zu tun. Die sündige Natur der Homosexualität kann man nicht so einfach wegschneiden, übertünchen, ignorieren, an- oder abschalten oder gar umpolen. Sie ist wie bei der Heterosexualität keine bewußte Entscheidung, sondern ein Teil des eigenen Ich, der eigenen Biologie, der eigenen Natur.


Welche Christen wollen mich haben?

Da ich viele Fragen in dieser Sache hatte, holte ich mir Rat bei Pfarrern, von denen ich naiv dachte, sie hätten absolut gültige Antworten für mich. Ich suchte mir christliche Gemeinden, um zu sehen, wo ich ein Zuhause finden könnte. Aber sowohl katholische als auch evangelische Christen, denen ich damals begegnete, ermunterten mich sogar ganz offen, schwul zu leben. Freikirchen kannte ich damals ja noch nicht. Vor allem Pfarrer und Mitglieder der Evangelischen Kirche Deutschlands verwirrten mich, denn dort hörte ich, was Gottes Wort angeht, fast ausschließlich, daß man nicht alles, was in der Bibel steht, glauben darf. "Dieses stimmt nicht!", "Jenes ist nicht wahr!", "Das ist historisch falsch!", "Dies ist nur kulturell und hat für uns keine Bedeutung mehr!", "Du glaubst doch nicht ernsthaft, daß Tote wirklich zum Leben auferstanden sind?", "Satan und Dämonen gibt es nicht, das ist mythologisch!", "Jenes gehört nicht mehr in unsere Zeit!", "Hier, das braucht man auch nicht mehr zu beachten!", "Leb doch schwul, Gott findet das nicht schlimm!" — ich könnte das leider beliebig lang so fortführen … So blieb mir also letztlich damals nur die Frage: Warum habe ich mich zu diesem Schöpfergott bekehrt, wenn sein Wort unwahr sein soll? — Ich nahm letztlich jedenfalls Abstand von diesen Gemeinden und Landeskirchen und war Gott sehr dankbar, daß Er mich durch den Heiligen Geist hellhörig und empfindsam gemacht und von diesen schlechten Orten weggeführt hat. (Es geht hier nicht um plumpes "EKD-Bashing", es sind einfach die Erfahrungstatsachen, die ich gemacht habe.)


Römer 16,17-18: Ich ermahne euch aber, Brüder, daß ihr achthabt auf die, welche entgegen der Lehre, die ihr gelernt habt, Zwistigkeiten und Ärgernisse anrichten, und wendet euch von ihnen ab Denn solche dienen nicht unserem Herrn Christus, sondern ihrem eigenen Bauch, und durch süße Worte und schöne Reden verführen sie die Herzen der Arglosen.

Kolosser 2,8-9: Seht zu, daß niemand euch einfange durch die Philosophie und leeren Betrug nach der Überlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt und nicht Christus gemäß!

Jesaja 5,20: Wehe denen, die das Böse gut nennen und das Gute böse; die Finsternis zu Licht machen und Licht zu Finsternis; die Bitteres zu Süßem machen und Süßes zu Bitterem!


Mit den Jahren wuchs aber meine Unzufriedenheit, denn ein einsames Christsein konnte keine Option sein, zumal es unbiblisch ist, sein "eigenes Ding" zu machen und keine Gemeinschaft zu haben. Bei den bibeltreuen Christen in den Freikirchen, die ich zu jener Zeit nach und nach kennengelernt habe, fühlte ich mich zu Hause, doch ich war plötzlich von einer ganz anderen Seite schwer verletzt und enttäuscht: Ausgerechnet jene, die wissen sollten, was es heißt, anderen Brüdern und Schwestern in biblischer Liebe zu begegnen, verteufelten mich. Manche äußerten sogar ihren Ekel Menschen wie mir gegenüber. Homosexualität war ein Tabu, über das man nicht sprach. Man meinte, ein schwuler Mann könne nur in der "Welt" zu Hause sein und gottlos leben. Viele bibeltreue Christen hatten das Vorurteil, ein Schwuler könne ja nur einer dieser gottlos-hedonistischen Aktivisten sein, die auf Homosexuellenparaden halbnackt und vulgär auf der Straße marschieren. Ich befand mich am Ende also in einem Dilemma: Die Christen, bei denen ich gerne wäre, wollen mich nicht, und die Namenschristen, die mich wollen, führen mich früher oder später in den Unglauben und in die Irre. Was soll man da tun?


Was, wenn sie es wüßten?

Vor ungefähr 2 Jahren stieß ich dann auf einen Artikel von Christen der Brüderbewegung zum Thema "Homosexualität und Bibel". Ich war sehr beeindruckt davon, daß der Autor sich zwar als bibeltreu zu erkennen gab und Homosexualität als Sünde betrachtete, aber dennoch bereit war, Seelsorge für Menschen wie mich anzubieten. Kurz danach traf ich mich mit genau diesem Seelsorger, der in der Nähe meiner Heimatstadt Frankfurt am Main lebte, und besuchte ein wenig später erstmals eine Brüdergemeinde der "geschlossenen Brüder", wo ich mich sofort wohlfühlte. Ältere Geschwister machten aber im Laufe der Zeit immer wieder in meiner Gegenwart abfällige Bemerkungen über Homosexuelle. Ich dachte mir jedes Mal: Was wäre denn, wenn sie wüßten, daß ich schwul bin? Würden auch sie sich vor mir ekeln? Würden sie mich aus der Gemeinde schmeißen? — Mit der Zeit kam ich mir zunehmend wie ein Lügner vor, meine Neigung nicht zu erwähnen, und empfand es als eine schwere Last, damit alleine zu sein.


Ich wollte nicht mehr schweigen

Ich war einfach nicht mehr bereit, darüber zu schweigen. An so vielen Stellen können wir in der Schrift lesen, wie wichtig es ist, einander die Sünden zu bekennen, füreinander zu beten, uns gegenseitig zu ermahnen und zu ermuntern. Je länger man seine Homosexualität verleumdet und vor anderen verschweigt, desto stärker wird sie. Mit der Zeit wird man immer mehr, aber fälschlicherweise, annehmen, man sei unwürdig für die Gemeinschaft mit anderen Christen. Das ist natürlich Quatsch, denn auch alle anderen sind nicht perfekter oder besser. Jeder strauchelt mal, macht Fehler, fällt hin – niemand hat das Recht vor Gott, sich besser zu fühlen als andere.


Positive Annahme

Schließlich habe ich mir nach einiger Zeit ein Herz gefaßt und mich nach und nach einigen Brüdern und einem befreundeten Ehepaar in meinem Alter anvertraut. Zu meiner großen Überraschung haben es bis jetzt alle sehr gut aufgenommen. Man ist mir mit Achtung, Bruderliebe, Verständnis und Akzeptanz begegnet und hat mich vereinzelt auch wissen lassen, daß man für mich Fürbitte leisten würde, um es mir mit der Homosexualität etwas erträglicher zu machen hin zu einer Gelassenheit, in Zukunft tatsächlich (ohne "mühselig und beladen" zu sein) ein gutes Leben führen zu können.


Epheser 4,2-4: … in aller Demut und Sanftmut, in Geduld. Ertragt einer den andern in Liebe und seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens: ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung;

Johannes 13,34-35: Jesus Christus spricht: Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander liebt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt. Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.

1. Johannes 2,10: Wer seinen Bruder liebt, bleibt im Licht, und kein Anstoß (zur Sünde) ist in ihm.

1. Petrus 1,22: Da ihr eure Seelen durch den Gehorsam gegen die Wahrheit zur ungeheuchelten Bruderliebe gereinigt habt, so liebt einander anhaltend, aus reinem Herzen!


Für Gott bin ich "sauber“

Heute lebe ich mit meiner Neigung hoffnungsvoll. Natürlich falle ich wie jeder andere Christ auch noch in Sünde, aber das führt – anders als zu Beginn meines Christenlebens – nicht mehr zu Depressionen. Ich habe erkannt, welcher Segen es ist, für Gott "sauber" und in persönlicher Heiligung zu leben, und welche Freude man sowohl im Glauben als auch im Alltagsleben hat, wenn man genau das versucht und ehrlich darum bemüht ist. Das soll mir das Wichtigste sein; die Frage nach Ehe und Familie stellt sich mir deshalb einfach gar nicht. Ich bin schwul und nehme mich so an, wie ich bin, aber immer mit dem Gedanken und dem Willen, so zu leben, wie Gott es will, nicht so, wie es mein Befinden ist, mag es auch manchmal schwer sein, denn wer bin ich, daß ich Gott diktiere, was er für gut und schlecht oder richtig und falsch zu halten hat? Alles, was ich wissen muß, steht in der Heiligen Schrift!

Enthaltsam sein zu können, ohne das Gefühl zu haben, etwas ermangeln zu müssen, ist ein großes Geschenk. Mit dieser Neigung als Christ zu leben, bedeutet, ein ganzes Leben lang immer wieder mal damit beschäftigt zu sein und Anfechtungen zu haben, Gefühle sind eben Gefühle – das unterscheidet sich nicht von heterosexuellen Christen, die alleinstehend sind und somit ebenfalls enthaltsam leben möchten.

Ich habe meinen Frieden mit Gott darin gefunden.


Herzlichen Dank, alles Liebe und allen Segen!

Chris

Unten am Ende der Seite findet Ihr einen Nachtrag, wie schlimm und traurig es nach diesem Zeugnis (2013) dann doch noch mit mir weiterging ab dem Jahr 2014, nachdem ich für etwas mehr als drei Jahre vom Weg abgekommen war. Eine Kontaktmöglichkeit findet Ihr ebenfalls unten auf der Seite im Impressum.



Predigten/Beiträge/Musik Gerne möchte ich mit Euch an dieser Stelle Predigten, Musik und (kurze) Beiträge teilen. Gute biblische Predigten waren und sind mir sehr wichtig und hilfreich, so schaue ich sie mir immer wieder gerne an für einen neuen Gedanken, den ich zuvor noch nicht hatte, für einen anderen "Blick" auf das (Glaubens-) Leben, um zu lernen und biblische Wahrheit zu vertiefen. Ermahnung, Unterweisung, Ermunterung und Erbauung, Einsicht und Verständnis - das finden wir unter anderem in Predigten ehrlicher und aufrichtiger Männer Gottes, die im Dienst sind für den Herrn und die weltweite Gemeinde.


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Nicht nur gerettet ... auch verändert / Peter Krell, Hoffnungskirche Kaiserslautern



Schwere Zeiten stehen uns bevor / Peter Krell, Hoffnungskirche Kaiserslautern



 Worship / Lechu Neranena L'Adonai / Auf, laßt uns dem HERRN singen



Joshua Aaron / Worship / Immanuel



Ein Aufruf zur Buße / Paul Koch, evangelische St. Martini Gemeinde Bremen



 Worship / Ata Kadosch / Du bist heilig



Joshua Aaron / Worship / You Are Holy Live in Jerusalem



Laß Dich vom Heiligen Geist leiten / Peter Krell, Hoffnungskirche Kaiserslautern



Ein Angriff des Teufels (Teil 1) / Charles Stanley, InTouch Ministries (USA)



Sünde ... / Olaf Latzel, evangelische St. Martini Gemeinde Bremen (ab Minute 23:00)



Der Kampf mit dem Fleisch / Paul Koch, evangelische St. Martini Gemeinde Bremen




Nachtrag/Stand 2021: Das Zeugnis ist in seiner kurzen und ursprünglichen Fassung nun schon fast 10 Jahre alt. Schon krass, wenn ich es so lese mit dem Gedanken, wie sich mein Leben dann entwickelt hat, denn wer meint, mein Leben wäre seitdem nur "putzimutzi" gewesen, irrt ganz gewaltig, denn ich habe 2014 meine damalige Brüdergemeinde verlassen und war auf extremen Irrwegen, total verirrt und verdreht, wirklich richtig böse am Abkacken.
Ich bin in die dunkelsten Tiefen gefallen, ja ich bin regelrecht in sie hineingesprungen und habe mich schlimmer benommen als so mancher Mensch, der den Herrn Jesus Christus nie kennengelernt hat.

Ein einziger Kampf, Mutlosigkeit, Schlechtigkeit, Wut und Zweifel, weil ich immer öfter homosexuelle "Christen" (was ich bewußt in Anführungszeichen setze) gesehen habe, die offen in schwulen oder lesbischen Beziehungen leben, ohne daß sich in ihnen irgendetwas Unruhiges durch den Heiligen Geist eingestellt hätte, und die sich in vielen Kirchen/Gemeinden auch heute noch als Paar segnen/ehelichen lassen. So habe ich mich folglich immer öfter gefragt, ob ich jetzt doch total falschliege und dümmlich bin, die Bibel wortwörtlich zu lesen und vollends zu glauben, und daß meine Mühen am Ende eigentlich superunsinnig und unnötig sind, wenn alle anderen Homosexuellen offensichtlich glücklich sind vor Gott trotz ihrer gelebten homosexuellen Neigung. Ich trage die volle Verantwortung für meine Entscheidungen und werde mich sicher nicht herausreden; ich habe mich einfach in Schwachheit ablenken lassen durch ihre Worte, die, wie ich heute finde, wie giftiger Honig waren und mir schmeichelten, aus Frustration und aus den täglichen Kämpfen in dieser Homo-Sache. Das ist keine Entschuldigung, aber eine Erklärung.


Mit etwas Abstand zu diesen Jahren und mit meiner reumütigen Umkehr auf den rechten Weg, da der HERR mich all die Jahre immer in Unruhe hielt, muß man wohl davon ausgehen, daß diese Menschen letztlich gar nicht erst den Heiligen Geist hatten, um unruhig werden zu können, und sie sich somit auch nie wahr bekehrt haben. Mir ist heute klar, daß ein Christ nicht in Opposition zu Gott leben kann, wenn er bekehrt ist; wenn doch, dann nur eine kurze Zeit, die wiederum mit viel Leid und Not verbunden ist. Ein wiedergeborener Christ wird nicht glücklich leben, wenn er in wie auch immer gearteten Sündentaten verharrt. Er wird zwar nicht verlorengehen, sich aber durch die willentliche und bewußte Sünde verloren fühlen, bis er zum HERRN umkehrt und alles wieder bereinigt ist.

Diese Jahre waren also für mich wie gesagt eine schwere Zeit der Prüfung und der Unsicherheiten und deshalb bin ich heute dem HERRN gegenüber um so dankbarer, denn meine Freunde haben mich nie verlassen und mich nie mir selbst überlassen, ganz im Gegenteil, sie waren geduldig, liebevoll, hilfsbereit, sie waren in Fürbitte, in Ermahnung und in Ermunterung, auch wenn sie meinen Lebenswandel in jenen Jahren mißbilligt haben und auch wenn ich so oder so nicht mehr in die Gemeinde hätte kommen dürfen, zumindest aber nicht mehr am Brotbrechen hätte teilnehmen können. Gemeindezucht ist heilsam, auch wenn sie nicht in das heutige Konzept paßt, daß jedem Menschen immer nach dem Mund geredet werden soll und man doch für alles Verständnis und Toleranz haben muß, weil man ansonsten "lieblos" wäre. Doch was ist biblisch und in Christus begründete Liebe, wenn sie den Bruder oder die Schwester im Herrn direkt in die Gottferne abirren läßt? Das ist nicht biblisch, das ist nicht in Christus. Das ist keine Liebe - das ist Gleichgültigkeit, weltliche Gleichgültigkeit.

Ich besuche heute wieder eine freikirchliche Gemeinde in Frankfurt am Main und danke unserem Vater im Himmel durch den Herrn Jesus Christus für all die Fürsorge, Treue, Gnade und Barmherzigkeit sowie die Liebe der Geschwister, die ich in unterschiedlichen Freikirchen und Kirchen kennenlernen durfte. Ich bin zurückgekehrt auf den schmalen Weg, von dem der Herr Jesus spricht. 

So möchte ich Euch ermuntern und ermutigen: Bleibt dem Worte Gottes treu und fallt nicht auf die pseudo-christlichen Lehren der "weltlichen Christen" herein, denn das macht nur krank und es verdreht Euch unnötig die Sinne - sie wollen Euch abziehen hinter sich her zum Verderben. So eine dunkle Zeit könnt Ihr Euch ersparen. Macht nicht meine Fehler, die mich Jahre meines Lebens gekostet haben. Bleibt klar und nüchtern. Ich will Euch nicht belehren, sondern nur warnen. Ich bin wirklich ein "Niemand", was auch gut so ist, kein Lehrer, Prediger oder Seelsorger.


Jakobus 5,15-16: Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten, und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben werden. Bekennt nun einander die Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Viel vermag eines Gerechten Gebet in seiner Wirkung.

2. Korinther 7,9-10: … jetzt freue ich mich, nicht daß ihr betrübt worden, sondern daß ihr zur Buße betrübt worden seid; denn ihr seid nach Gottes (Sinn) betrübt worden, damit ihr in keiner Weise von uns Schaden erlittet. Denn die Betrübnis nach Gottes (Sinn) bewirkt eine nie zu bereuende Buße zum Heil; die Betrübnis der Welt aber bewirkt den Tod.

Jesus Christus spricht: Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen. Johannes 8,31-31



Notiz: Das Zeugnis beinhaltet zugunsten der Lesbarkeit und Übersichtlichkeit nicht alle Einzelheiten und Wirrheiten meiner Kindheit und Adoleszenz wie bösartiges Lügen, Drogen, Manipulationen, Alkoholmißbrauch, Irrenanstalt, Sex. Es geht hier nicht um meine Lebensgeschichte, sondern um Gott und wie gnädig, barmherzig und herrlich ER in meinem Leben gewirkt hat bis hin zu der Tatsache, daß mir ausnahmslos alle Menschen (gläubige nach meiner Bekehrung und ungläubige aus der alten Zeit), die ich nachträglich ausfindig machen und wegen all der kranken Scheiße um Vergebung bitten konnte, auch tatsächlich vergeben haben - der HERR hat mich immer aus allem herausgerettet, aus absolut allem; am Ende war immer alles gut ohne mein Zutun und ohne Verdienst. Das macht mich sprachlos und so dankbar.



Ich gebrauche die alte Rechtschreibung, die vor 1997 Standard war.



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